Bei Heißwasseranwendungen oder Dampferzeugern wird zur Verringerung des Salzgehalts das Wasser entkarbonisiert, da es durch das Salz zu ungewünschten Folgewirkungen wie einem Verkalken der Rohre oder ganzer Systeme kommen kann. Entkarbonisiertes Wasser bietet einen zuverlässigen Korrosionsschutz etwa für Heizschlangen in Boilern, Wasserkochern, Heizungen etc. Die Lebensdauer von Geräten wie Kaffeemaschinen und Dampfgarern wird durch die Verhinderung von Kalkablagerungen verlängert. Außerdem erhalten Speisen und Getränke ein appetitliches Erscheinungsbild und volle Geschmacksentfaltung und auch die generelle Trinkwasserqualität wird verbessert.
Anwendungsgebiete außerhalb der Gastronomie sind etwa die Industrie in Bereichen von Kühlwasseraufbereitung, bei Dampferzeugern und Kesselspeisewasser oder der gewerbliche Gartenbau, wodurch die Bewässerung mit teilentsalztem Wasser eine Aufsalzung des Bodens vermeiden soll.
Die Entkarbonisierung ist eine Teilentsalzung. Härtebildner wie Kalziumkarbonat und Magnesiumkarbonat werden bei diesem Vorgang dem Wasser entnommen und es erfolgt ein Austausch dieser Substanzen durch Wasserstoffionen. So entsteht Kohlensäure aus der Karbonathärte und das Wasser wird übersäuert. Als Austauscher wird daher ein schwach saurer Ionenaustauscher verwendet.
Der Vorgang geht von statten, indem das Wasser in einen mit Austauschharz gefüllten Druckbehälter einströmt, über das Harz nach unten fließt und dabei teilentsalzt wird. Ist das Wasser unten im Tank angelangt, fließt es entkarbonisiert durch ein Steigrohr zurück.
Ist nach einer gewissen Zeit die Kapazität des Austauschharzes erschöpft, muss dieses regeneriert werden. Die Regeneration des schwachsauren Wasserstofftauscher erfolgt mit Salzsäure.